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Diana Thiemann

Machen Sie den ersten Schritt!

Das Wichtigste über Faszien

Alles was Sie über Faszien wissen sollten

Faszien sind feine, zähe bindegewebige Häute. Jedem, der schon einmal Fleisch zubereitet hat, sind diese milchig-weißen Häute, die das rohe Steak umhüllen bekannt. Faszien hüllen auch beim Menschen die Muskeln ein und erlauben es, einzelne Muskeln voneinander abzugrenzen. Auch in anderen Lebensformen wie der Pflanzenwelt beobachten wir ähnliches. Räumlich trennende und zugleich formgebende Häute finden wir auch in Apfelsinen und Grapefruit. Im Grunde gibt es keine Lebensform, die ohne diese elastischen Häute auskommt. Formgebende und gleichzeitig trennende Gewebe und Häute bilden die Grundmatrix                                                                         des Lebendigen.

Außer der Funktion der Trennung der Muskeln erfüllen fasziale Bindegewebe weitere wichtige Aufgaben. Denn auch die Lymphe wird zwischen den Faszien abgeleitet. Diese Flüssigkeit transportiert sowohl Abbauprodukte aus unseren Zellen, als auch wichtige Aufbaustoffe zu unseren Zellen. Jede Muskelbewegung unterstützt dabei den Transport der Lymphe. Faszien können verkleben, wenn es aufgrund von Verspannungen zu einem Stau der Lymphe kommt.

Das Fibrinogen, ein Blutgerinnungsfaktor, liegt in der Lymphe als gelöster Stoff vor, wird aber in Kombination mit bestimmten Substanzen zu unlöslichem Fibrin. Substanzen wie das Adenosintriphosphat werden bei Muskelanspannung freigesetzt. Durch die Fibringerinnung verkleben dann die Faszien intensiv miteinander.

Die menschlichen Faszien umhüllen ausnahmslos jeden Muskel, jeden Knochen, unsere Organe und selbst die Nerven. Diese Bindegewebe haben im Körper kein Anfang und kein Ende und sind als ein Geflecht von sich überlagernden, nahtlos ineinander übergehenden, derben Häuten (Faszien) zu verstehen. Faszien können im Körper hauchdünn oder mehrere Millimeter stark sein. Sie sind zahlreich mit sympathischen Nervenenden (Rezeptoren) durchsetzt. Über die Nervenenden wirken die Faszien auf unser vegetatives Nervensystem. Sie bilden sozusagen den Außenposten unseres autonomen Nervensystems. Autonom bedeutet: Über dieses Nervensystem haben wir keine bewusste Kontrolle und es regelt lebenswichtige Körperfunktionen weitestgehend selbständig. Dazu gehören Atmung, Verdauung, einzelne Organe und auch Muskeln wie die inneren Augenmuskeln.

Auch die Faszienspannung wird vom autonomen Nervensystem beeinflusst. Eine innere Gelassenheit senkt unsere Körperspannung. Stress dagegen kann die Grundspannung unserer Faszien steigern. Doch auch das Gegenteil ist der Fall. Stehen unsere Faszien unter hoher Spannung, fühlen wir uns gestresst und finden keine innere Ruhe. Haben wir nie gelernt, uns wirkungsvoll auf der Ebene der Faszien zu entspannen und loszulassen, wird die Tonuserhöhung zu unserem Selbst. Eine Spirale kann in Gang gesetzt werden, an deren Ende ein unbeweglicher, grobmotorischer, oft erst 30jähriger Mensch steht. Der sich schon bei normalen Bewegungen verletzten kann. Eine heftige oder für ihn ungewohnte Bewegung reicht aus, um Muskeln zu zerren oder zu stauchen.

Auch für die menschliche Gesamtbeweglichkeit sind die Faszien entscheidend. Durch psychischen Stress, Operationen, Schonhaltungen sowie Bewegungsmangel und falschem Gebrauch des Körpers verkürzen und verhärten sich Faszien. Sie werden im Körper umgebaut. Die gut dehnbaren Elastinanteile nehmen ab und werden innerhalb der Faszie durch das zähe, kaum dehnbare Kollagen ersetzt. Der Grundtonus erhöht sich um ein Vielfaches und sie werden dadurch unbeweglich und starr. So verlieren sie ihre Gleitfähigkeit. Die gravierenden Folgen: Sie grenzen den Bewegungsspielraum unserer Muskulatur und unserer Gelenke dauerhaft und oft auch schmerzhaft ein.

Eine überragende Rolle spielen Faszien bei der Krafterzeugung. Durch Dehnspannung erzeugen Faszien Kräfte und leiten diese im Körper weiter. Muskeln verstärken die Kraft um ein Vielfaches. Dabei gilt die Gleichung: je elastischer die Faszien im Körper sind, umso mehr Kräfte werden erzeugt und übertragen. Sie dienen so als Energiespeicher. So werden beispielsweise im Fuß die bindegewebigen Bänder und Faszien gedehnt, sobald wir mit dem kompletten Körpergewicht auf dem Fuß stehen. Sofern ein gut ausgebildetes Fußgewölbe vorhanden ist, weichen der Ballen und die Ferse durch das Gewicht leicht auseinander. Das Fußgewölbe senkt sich etwas. Die zähen und trotzdem elastischen Faszien werden gedehnt. Sie speichern diese Energie und sind leicht vorgespannt. Sobald wir das Körpergewicht minimal verlagern, wird die Energie freigegeben. Der Schritt beginnt und der Fuß geht in seine ursprüngliche Form zurück, bis der Prozess von vorn beginnt. Dieses Prinzip der Energiespeicherung über die Faszien gilt für den ganzen Körper.

Für die meisten Menschen ist es auch überraschend zu erfahren, dass unsere reichhaltigsten Sinnesorgane nicht die Augen, Ohren, Nase oder Haut sind, sondern unsere Muskeln mit deren Faszien und Nervenenden (Rezeptoren). In Faszien befindet sich die größte Anzahl an Rezeptoren und Nervenzellen, die unser Gehirn mit Sinnesempfindungen überschütten. Deswegen bezeichnen wir Faszien im erweiterten Sinn auch als Sinnesorgan.

Doch Faszien können noch mehr. Sie formen unseren Körper und sind maßgeblich für sein Erscheinungsbild verantwortlich. Sie bilden eine veränderliche Grundmatrix. Diese passt sich über Wochen und Monaten den unterschiedlichen Belastungen des Körpers an. Würden wir alle Organe, Knochen und Muskeln aus einem Menschen entfernen, könnten wir immer noch seine individuelle Gestalt erkennen. Wir sehen eine weiße, milchige Hülle mit vielen Einbuchtungen und Taschen, in denen die Organe, Knochen und Muskeln lagen. Es sind zum größten Teil die Faszien, die uns eigentlich aufrecht haltenVerändern wir nun durch gezieltes Training die Zugverhältnisse im myofaszialen System und die Gleitfähigkeit der Faszien, so ändert sich die Form des behandeltem Körperteils und die Beweglichkeit nimmt zu.

Dazu kommt, dass alle Faszien untereinander in Verbindung stehen und Spannungen und Unbeweglichkeiten in andere Körperteile übertragen. Deshalb kann eine verkürzte oder verklebte Wadenfaszie einen Zug auf unseren unteren Rücken oder sogar die Schulter ausüben und dort für Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Unbehagen sorgen. So sehr uns das auch als Nachteil erscheint, so sehr können wir auch davon profitieren, denn mit einem gezielten Faszientraining erreichen wir sehr viele Faszien vom Kopf bis zur Fußspitze.

Resümee

Faszien können sich durch gezieltes Training umformen, Verklebungen können gelöst werden. Durch dieses Training werden Gewebe so gezielt angesprochen, dass Unbeweglichkeiten und Steifigkeit sich deutlich verbessern. Dieser Prozess braucht allerdings etwas Zeit. Sie werden von mir so angeleitet, dass schon kleine, aber regelmäßig und über einen längeren Zeitraum durchgeführte Übungen Ihr Gewebe wieder dauerhaft umformen, Sie beweglicher werden und somit auch Ihre Gelenke wieder entlasten. Insgesamt verbessert sich dadurch Ihre Schmerzsituation dauerhaft.
Denn Faszien sind in der Lage, sich umzubauen, in jedem Lebensalter. Faszientraining tut gut. Sie lernen sehr angenehme Übungen deren Entspannungseffekt Sie zeitnah spüren.

Und das Beste:

Sie haben es selbst in der Hand, Ihre Faszien in einem guten, gesundem Zustand zu halten oder diesen wieder herzustellen. Egal wie alt Sie sind.

Genau dabei kann ich Sie unterstützen.

“Wirklich dauerhafter Erfolg ist möglich, wenn Sie bereit sind, selbst aktiv zu werden. “

Die Faszientrainerin

“Das Faszientraining ist eine Verbindung zwischen den therapeutischen und sportlichen Trainingsbereichen.“

Die Faszientrainerin